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Sky Deutschland nicht für Fundamentalisten 01.03.2010
Doersam-Brief
Gorxheimertal (aktiencheck.de AG) - Wie Engelbert Hoermannsdorfer, Chefredakteur von "BetaFaktor" im "Doersam-Brief" berichtet, ist die Aktie von Sky Deutschland (ISIN DE000SKYD000 / WKN SKYD00) für Fundamentalisten nicht geeignet.
Eines müsse man dem Management des Bezahlsenders Sky Deutschland AG (früher Premiere AG) zugestehen: Der neue Markenname sei dank einer massiven Werbekampagne doch ziemlich eindringlich unters Volk gebracht worden; der Markenbekanntheitsgrad in Deutschland liege nach Unternehmensangaben bei 70%, was sehr beachtlich sei. Doch das sei dann auch eigentlich das einzig erbauliche in den Zahlen für 2009. Weniger erfreulich sei nämlich, dass selbige Kampagne die Nettozahl der Abonnenten seit Relaunch im Sommer 2009 lediglich um 105.000 erhöht habe.
Dass diese Zahl hinten und vorne nicht ausreiche, um zumindest ein ausgeglichenes Ergebnis zu erzielen, würden die Q4-Zahlen beweisen: 230 Mo. EUR Umsatz, mit -81,6 Mio. EUR habe sich das EBITDA-Minus fast verdoppelt. Da parallel der aufgegebene Markenname "Premiere" abgeschrieben worden sei, sei der EBITDA-Verlust in 2009 auf 262,7 Mio. EUR explodiert (im Vorjahr: 57,0). Da müsse sich Vorstandschef Mark Williams noch einiges einfallen lassen, um das Ruder herumzureißen. Schließlich könne man kann nicht ständig neues Kapital nachschießen wie im Januar dieses Jahres, als erneut 110 Mio. EUR via Kapitalerhöhung in die Kassen geflossen seien. Die Nettofinanzverschuldung dürfte somit zurzeit bei "nur" noch rund 50 Mio. EUR liegen.
Pleitegefährdet sei Sky sicherlich auf absehbare Zeit nicht mehr. Doch wenn sich 2010 nicht zumindest ansatzweise zeige, dass man in Deutschland mit Pay-TV profitabel sein könne, dann gelange vielleicht auch Rupert Murdoch vom Sky-Großaktionär News Corp. irgendwann zur schmerzlichen Einsicht, dass Deutschland aus mehreren Gründen für ein gewinnbringendes Bezahlfernsehen nicht geeignet sei. Und selbst ein Milliardär schieße nicht unbegrenzt Geld nach. Wie ernüchternd die Sachlage sei, werde auch daran deutlich, dass das Management für 2010 nicht ansatzweise eine Prognose habe geben wollen.
Mit einem aktuellen Börsenwert von rund 975 Mio. EUR liege das Unternehmen in einem Bereich, wo sowohl nach oben als auch nach unten Luft sei. Charttechnisch zeichne sich eine Bodenbildung um die 1,80 EUR ab. Charttechnik-Trader könnten hier rein technisch auf eine mögliche Gegenbewegung nach oben spekulieren, ein Stopp-Loss-Limit würden die Experten extrem eng bei rund 1,70 EUR setzen. Doch ansonsten seien sie fundamental der Meinung, dass Sky eher ein schlechtes Chance-Risiko-Verhältnis aufweise. Eine börsenrelevante Highflyer-Story sei Sky nicht mehr.
Fundamentalisten schauen deshalb bei der Aktie von Sky Deutschland lieber von der Seitenlinie aus zu, so die Experten von "BetaFaktor" im "Doersam-Brief". (Ausgabe 473 vom 28.02.2010) (01.03.2010/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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